Aktuelles
Themen:
- Die letzten Tage in Lima - Bunter Abend zum Abschied
- Berührende Momente auf der Reise von Susi Jacobs - Teil 3 vom 27.03.
- Mitreißender Willkommensgottesdienst für die Bühler Delegation am 18.03.
- Erste Nachrichten von Susi aus Nuestra Señora de la Esperanza am 14.03.2012
- Freude über das Erreichte - mit Optimismus in die Zukunft: Perusonntag vom 11. März (Bilder von E. Schempp u U. Gehring)
- Peru-Sonntag am 11. März 2012
- 25 Jahre Partnerschaft - Feier in Lima, Bilder von Mirna aus unserer Partnergemeinde
- Brief von Luis, Modedesign-Student aus unserem Ausbildungsprojekt - Bilder vom Perukreis
Die letzten Tage in Lima - Bunter Abend zum Abschied
Die Woche nach der Reise ist vollgepackt mit Treffen und Begegnungen in Gruppierungen und bei verschiedenen Familien. Viele Mütter z.B. bitten mich um eine Schulpatenschaft - es gibt in Peru unendlich viele alleinerziehende Mütter. Die Väter verlassen oft die Familie, wenn z.B. wieder ein Kind unterwegs ist. Eine Frau bat um eine weitere Patenschaft - sie hat 13 Kinder! Auch Anwärter auf ein Stipendium gibt es einige, doch da unser Limit 15 Stipendiaten sind, müssen sie vertröstet werden bis wieder jemand sein Studium beendet hat.
Ein Treffen in der Gruppe Familienpastorale möchte ich erwähnen, welches sehr interessant war. In unserer Partnergemeinde werden Paare nicht nur durch den Pfarrer auf die Hochzeit vorbereitet, sondern auch durch verheiratete Laien, was meines Erachtens sehr positiv ist. Die meisten von ihnen sind noch als Lektoren oder Kommunionhelfer in der Pfarrei tätig.
Der Palmsonntag war für mich ein unglaubliches Erlebnis. Der Gottesdienst beginnt morgens um 6.00 h in einer Art Park in der Nähe der Kirche unddie Gläubigen ziehen mit ihren Palmgebinden in einer Prozession zur Kirche. Große Palmen wie bei uns, gibt es zwar keine, doch dafür hat jeder eines der wunderschön aus Palmblättern geflochtenen und einem Olivenzweig verzierten Gebinde dabei. Diese werden vor der Kirche zu Hunderten verkauft und stellen für die Hersteller ein wirkliches Geschäft dar. Die Kirche war so voll, wie ich sie noch nie erlebt hatte und dauerte 2 Stunden. Um 9.00 h ist der nächste Gottesdienst, um 11.00 h in der Filialgemeinde und abends um 19.00 h nochmals in unserer Pfarrei und alle sind bis auf den letzten Platz besetzt.
Man sagte mir, dass der Palmsonntag als Beginn der Karwoche für manche Gläubige wichtiger ist als der Ostersonntag.
Am Samstag davor hatte ich es auch endlich geschafft zusammen mit einem jungen Mann aus der Gemeinde, die Hütte von Großmütterchen Maria zu besuchen. Diese war vor ein paar Wochen teilweise abgebrannt, weil Maria bei Kerzenlicht eingeschlafen war. Den Strom hat inzwischen ihr Schwiegersohn gelegt, doch war die Hütte in einem bedenklichen Zustand. Zwei Wände und ein Teil des Daches mussten erneuert werden und dafür haben wir in einem „Tante-Emma-Baumarkt“ gleich das Material gekauft. Zwei junge Männer haben die Teile den Steilhang hochgetragen und der Schwiegersohn wird damit nun die Hütte instandsetzen. Dies ist deshalb so wichtig, weil im Juni der peruanische Winter beginnt.
Am Palmsonntag kamen Ulrike und Martin Müller mit Christoph nochmals in die Pfarrei, nachdem sie am Freitag von ihrer großen Reise zurückgekehrt waren. Wir waren alle in einer Familie zum Essen eingeladen und fuhren anschließend nochmals nach „Tiwinza“, unserem Hang mit den Hütten. Obwohl dies nicht angekündigt war haben die Menschen irgendwie davon erfahren und sie haben uns mit den köstlichen „Picarones“ überrascht (ein in Fett gebackenes Kürbis-Gebäck).
Eigentlich hatten wir diesen Tag als Abschied gedacht, doch Ulrike, Martin und Christoph wurden gebeten, doch am Montagabend, dem Tag vor unserer Abreise, nochmals zu kommen. Im Gottesdienst um 19.00 h wurden wir offiziell verabschiedet, doch was sie danach im Pfarrsaal auf die Beine gestellt haben, war unbeschreiblich. Jede Gruppierung hat sich nochmals mit herzlichen Worten und teilweise mit Geschenken bedankt und dann gab es Musik, Gesang und Tanz. Zwei 11 und 12 jährige Kinder einer Familie mit wunderschönen Stimmen, mit Gitarrenbegleitung ihrer Mutter ernteten Riesen-Applaus. Und plötzlich waren da Ballone, Hüte und Masken und der ganze Saal tanzte zu peruanischer Musik – und wir mittendrin! Um 23.00 h endete dieses Fest mit herzlicher Verabschiedung d.h. unendlich vielen Umarmungen!
Wie bei den Handwerkern vor zwei Jahren waren am Dienstag vor Abfahrt zum Flughafen nochmals ganz viele zum Winken gekommen und auch am Flughafen waren zum Abschied nochmals 10 Personen dabei.
Mit vielen Eindrücken und müde kamen wir anderntags am Flughafen in Straßburg an und müssen dies nun alles erst einmal verarbeiten. Wenn es auch vieles gibt was nicht unseren Vorstellungen entspricht, so überwiegt insgesamt auf jeden Fall das Positive.
Susi Jacobs
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Berührende Momente auf der Reise von Susi Jacobs - Teil 3 vom 27.03.
"In 12 1/2 Stunden sind wir (Andrea, Mirna und ich) über Nacht von Dienstag auf Mittwoch in einem komfortablen Bus auf der Panamericana von Lima nach Chiclayo gefahren. Diese Busse waren für mich eine Überraschung, weil ich täglich die primitiven Taxis, Kombis und Busse erlebe. Der Komfort in diesen Überlandbussen ist so etwa wie die Business-Klasse in den Flugzeugen mit Liegesitzen und Essen. So kommt man ausgeschlafen am anderen Morgen am Ziel an, und wir haben dann in diesen drei Tagen bis Samstag sehr viel erlebt. Besuch von Museen und vielen Ausgrabungsstätten der verschiedenen Kulturen zwischen 100 n. Chr. bis zum Inkareich im 15.Jahrhundert. Ein Tag verbrachten wir in Chiclayo: "Thumbes Reales, Señor de Sican" und zwei Tage in Trujillo mit dem Besuch von "Sol y la Luna, Chan-Chan, Bosque de Pomac" und zum Abschluss erlebten wir den Sonnenuntergang am Pazifik in Huanchaco.
Pünktlich um 18.00 h am Samstagabend waren wir wieder zurück in der Pfarrei und seither geht es Schlag auf Schlag mit den Programmpunkten, die erledigt werden müssen. Durch die "hora peruana" gibt es dazwischen immer viel Leerlauf, dies zu akzeptieren fällt mir manchmal sehr schwer. Am Sonntagmorgen um 9.00 h wurde in allen Pfarreien der Tag der "werdenden Mütter" gefeiert. Es waren etwa 40 schwangere Frauen anwesend und sie wurden alle am Ende von Padre Chuno besonders gesegnet. Um 11.00 h fand ein Treffen mit den Schulpatenkindern statt, doch fehlte ein Teil, die nun im Laufe der Woche sich noch vorstellen werden.
Einer der Höhepunkte meines Besuches war allerdings am Sonntagnachmittag in "Tiwinza", der Hang an welchem vor zwei Jahren unsere Handwerker die Hütten gebaut hatten. Sie hatten in einer der Hütten einen Raum ausgeräumt und erwarteten Maria Fajardo (die Verantwortliche für dieses Gebiet) und mich mit Getränken und Gebäck. Einige der Männer und Frauen haben in einfachen Worten soviel Dankbarkeit, Zuneigung und Herzlichkeit zum Ausdruck gebracht, dass mir wirklich die Tränen kamen. Sie erkundigten sich nach jedem einzelnen der Männer, die ihnen dieses Wunder eines eigenen Heims beschert hatten. Unzählige Fotos wurden gemacht und es dauerte bis wir uns von allen mehrmals verabschiedet hatten. In der Zwischenzeit war es schon dunkel und die Aussicht von diesen Steilhängen ist abends wunderschön mit den vielen Lichtern im Tal. Ich erzählte ihnen, dass es bei uns umgekehrt sei wie in Peru, in Deutschland leben eher die Reichen in einer solch schönen Hanglage.
Abends war dann das Treffen mit den Stipendiaten und fast alle waren anwesend. Auch sie brachten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck und erzählten, dass ohne unsere Hilfe für sie eine solche Ausbildung nicht bezahlbar gewesen wäre. Der Unterricht in diesen Instituten findet fast immer abends von 18.00 - 23.30 h statt, da ja alle während des Tages irgend einer Arbeit nachgehen. Dieses Projekt ist in meinen Augen nach wie vor sehr wichtig, denn nur durch bessere Ausbildung von Jugendlichen kann sich in diesem Land überhaupt etwas verändern.
Christoph mit seinen Eltern befindet sich auf einer wunderschönen Reise durch den Süden des Landes: Arrequipa, Puno mit Titicacasee, Cuzco und Machu Pichu. Außer einer Nachricht, dass sie mit einem Tag Verspätung wegen Straßensperrung erst starten konnten, weiß ich nichts von ihnen, doch ich hoffe, dass es ihnen gut geht und sie die Reise genießen können ohne weitere Unwetter. Christoph wird sicher in seinem nächsten Vierteljahresbericht darüber schreiben.
In allen Pfarreien sind schon viele Vorbereitungen für Ostern im Gange. Von allen Gruppierungen werden Kreuzwege vorbereitet durch alle Zonen der Gemeinde. Gerade in Tiwinza finden 3 solcher Kreuzwege statt und durch die Steilhänge ist dies dort natürlich besonders beschwerlich. Gestern Abend habe ich an einem weniger beschwerlichen teilgenommen. Sie beten die einzelnen Stationen an Häusern, die einen kleinen Altar vor der Türe aufgebaut haben und ziehen so mit Musik, Gesang und betend durch den ganzen Ortsteil. Ich weiß nicht, wie viele solcher Kreuzwege so vor Ostern in Nuestra Señora de la Esperanza stattfinden werden, jedenfalls ist dies für mich ein bemerkenswertes Glaubenszeugnis.
Mein letzter Bericht wird dann wohl nach Palmsonntag kommen, denn am Dienstag schon treten wir unsere Heimreise an.
Liebe Grüße von Susi Jakobs
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Mitreißender Willkommensgottesdienst für die Bühler Delegation am 18.03.
So langsam haben wir uns an die Klimaumstellung gewöhnt. Es ist hier im Moment noch sehr heiß, obwohl wir eigentlich beginnenden Herbst erwartet hatten. Gestern brauchten wir 2 Stunden um zum Einsatzort von Christoph zu gelangen. Wir fuhren mit Moto (dreirädriges Fortbewegungsmittel) Zug und Taxi, standen in einem Verkehrschaos ohnegleichen. Die Ampeln werden teilweise überhaupt nicht beachtet, die Autos kämpfen buchstäblich um die Vorfahrt, Kotflügel an Kotflügel, in nicht klimatisierten Taxis. Wenn man das Fenster öffnet - ein unbeschreiblicher Gestank. Es war jedoch interessant zu sehen, wo Christoph arbeitet - nach seiner Rückkehr wird er sicher ausführlich darüber berichten.
Am Donnerstag habe ich mit Ulrike u. Martin die Hütten besichtigt und sie waren sichtlich schockiert, wie einfach trotz Holzhütte die Menschen dort leben. Da es mitten am Tag war und wir nicht angekündigt waren, haben wir nur Miguelina angetroffen. Sie hat nach unserem Einsatz vor zwei Jahren eine der nächsten Hütten bekommen. Sie hat uns gleich einen wunderbaren selbst gemachten Saft angeboten (Papaya, Ananas, Orange, Maracuja), die Gastfreundschaft bei diesen Menschen ist einfach unbeschreiblich.
Am Sonntag wurden wir nun während des Abendgottesdienstes von Padre Chuno und der Gemeinde feierlich begrüßt. Die Kirche war voll besetzt – sie war übrigens auch morgens um 7.00 h brechend voll, um 9.00 h und 11.00 h etwas weniger – der Chor spielte und sang mitreißende peruanische Lieder und viele Menschen schwenkten kleine deutsche Fähnchen. Ulrike und Martin brachten bei der Gabenbereitung das Gastgeschenk – zwei Zelebrationsglocken – zum Altar. Am Ende des Gottesdienstes begrüßte ich im Namen des Perukreises und unserer Pfarrei die Teilnehmer und las die übersetzten Grüße von Pfarrer Geissler vor. Zum Schluss zogen wir mit Padre Chuno aus und verteilten am Ausgang Osterbildchen von St. Peter u. Paul. Ich weiß nicht wie viele Hände wir schüttelten und wie viel wir umarmt und geküsst wurden!! Es war für Ulrike, Martin, Christoph und mich wirklich ein großes Erlebnis.
Die drei werden nun am Dienstag für 10 Tage auf große Reise gehen: Arrequipa, Puno mit Titicacasee, Cuzco und Machu Pichu, und ich werde mich für 5 Tage auf die längst geplante Reise in den Norden nach Chiclayo/Trujillo machen zusammen mit Mirna und Andrea aus der Partnerschaftsgruppe.
Anbei noch ein paar Bilder.
Viele liebe Grüße aus Nuestra Senora de la Esperanza von Susi Jacobs
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Erste Nachrichten von Susi aus Nuestra Señora de la Esperanza am 14.03.2012
Hallo ihr Lieben,
etwas ausgeschlafen möchte ich mich heute bei Euch melden. Der Flug war gut aber wir waren doch insgesamt 20 Stunden unterwegs. Am Flughafen in Lima erwartete uns Christoph, Cesar und Maria, Mirna mit Andrea und dem Kombi kamen etwas später, da ihr angemietetes Auto ohne Benzin stehen blieb!! Offensichtlich hat die Benzinuhr nicht funktioniert. Zuerst haben wir Christoph mit seinen Eltern abgesetzt, weil ihr Haus am Weg lag und dann sind wir in die Pfarrei gefahren, obwohl ich vor Müdigkeit gerne ins Bett wäre. Was mich jedoch dann in der Pfarrei erwartete war rührend: etwa 50 Personen erwarteten mich im Gemeindesaal und begrüßten mich mit deutschen Fähnchen, Applaus und Gesang. Sie hatten Empanadas, Alfajores und anderes Gebäck mit Getränken vorbereitet. Ich war natürlich sprachlos und hatte Mühe, mich zu bedanken. Ich werde, wie erhofft im Seminar bei den Padres wohnen und habe dort die ganze Zeit mein Zimmer.
Heute versuchte ich etwas auszuschlafen und habe ausgepackt und die vielen Geschenke und Briefe sortiert. Nach dem feinen Mittagessen bin ich mit Padre Chuno in die Pfarrei gefahren und kann Euch nun hier auf dem Computer der Sekretärin schreiben. Mit Juanita werde ich nun auch versuchen, ein Foto von Padre Chuno für die Homepage zu schicken.
Mit lieben Grüßen aus Nuestra Señora de la Esperanza
von Susi Jacobs
Freude über das Erreichte - mit Optimismus in die Zukunft: Perusonntag vom 11. März (Bilder von E. Schempp u U. Gehring)
Die Pfarrkirche und das Haus Alban Stolz boten den passenden Rahmen für die alljährlichen Feiern des Perukreises Bühl zur Partnerschaft der beiden Pfarrgemeinden St. Peter und Paul und Nuestra Senora de la Esperanza in der Nähe von Lima.
Mit der Namensgebung für die peruanische Partnergemeinde wird Maria als Quelle aller Hoffnung verehrt. Diesen Aspekt stellte Pfarrer Wolf-Dieter Geißler in den Mittelpunkt seiner Predigt. Der Name symbolisiere absolut stimmig den bewundernswerten Lebenswillen und die Zuversicht dieser Menschen im Umgang mit ihrem von großer Armut geprägten Alltag und den schwierigen Arbeitsbedingungen. Und statt Verzweiflung und Klagen habe er bei seinem letztjährigen Besuch vor Ort Glaube, Hoffnung und Liebe erfahren dürfen. Ein solch unerschütterlicher Optimismus könne für uns nur Vorbild sein.
Mit lateinamerikanischen Rhythmen und teilweise in Spanisch gehaltenen Gesangstexten verlieh die Band Kreuzundkwer dem gut besuchten Festgottesdienst einen mitreißenden musikalischen Rahmen. Eines der Lieder hatten die Bandmitglieder und Gottesdienstteilnehmer beim Besuch des peruanischen Gemeindepfarrers Mario vor zwei Jahren gelernt. Einen ergreifenden Höhepunkt setzte das von Kreuzundkwer gesungene „Vater unser“, während dessen sich alle Kirchenbesucher an den Händen hielten.
Pfarrer Wolf-Dieter Geißler hatte doppelten Grund zum Feiern: Sein Geburtstag jährte sich zum dreiundfünfzigsten Mal. Im Namen aller gratulierte die Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Dr. Angelika Kern und überreichte ein Geschenk. Die musikalische Überraschung bestand in dem Kanon „Viel Glück und viel Segen“, in den alle begeistert einstimmten.
Nahtlos setzte sich die Feier im Haus Alban Stolz fort. Die über 50 nach südamerikanischen Rezepten von Pfarreimitgliedern zubereiteten Speisen, in einem ansprechenden Büffet arrangiert, fanden bei den etwa 250 Besuchern guten Zuspruch. An den Wänden informierten großformatige Plakate anschaulich über die Arbeit des Peru-Kreises. Besonderes Interesse weckten auch die Angebote des Eine-Welt-Waren-Verkaufsstandes mit vielfältigen Produkten aus Peru.
Sogar die ganz kleinen Besucher fanden eine ihnen gemäße Umgebung vor: Eigens für sie war von Mitgliedern der Kolpingsfamilie eine Mal- und Spielecke aufgebaut. Darüber hinaus zeigten Kinder des Kindergarten St. Elisabeth phantasievolle Tänze auf der Bühne.
Susi Jacobs, Vorsitzende des Peru-Kreises, betonte in ihrer Ansprache, dass die Jugendarbeit im Zentrum vieler Aktivitäten stehe. auch besonders bei Jugendlichen großen Anklang findet. So bestehen in Bühl und Umgebung derzeit 16 Patenschaften, um Kindern der Partnergemeinde den Schulbesuch zu ermöglichen. Darüber hinaus finanziert der Kreis derzeit 15 Jugendlichen die Berufsausbildung. Das Peru-Thema findet offensichtlich auch bei lokalen Jugendlichen Anklang. Wie Pfarrer Wolf-Dieter Geißler bereits morgens in seiner Predigt ausführte, begannen 2011 sechs junge Leute aus der Bühler Pfarrgemeinde ein „Soziales Jahr“ in dem südamerikanischen Land.
Auch die Aktionen mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe seien ein voller Erfolg: So werde der von deutschen Handwerkern begonnene Bau stabiler Hütten für die besonders Bedürftigen konsequent in Eigenregie fortgeführt. An dieser Stelle sandte sie, stellvertretend für den gesamten Perukreis, einen besonders herzlichen Gruß an die rührige Partnergemeinde.
Sie selber freue sich auf ihren jetzt anstehenden Besuch zusammen mit Martin und Ulrike Müller in der Partnergemeinde. Das Hauptziel ist, den neu eingesetzten Padre Chuno, Nachfolger von Padre Mario und bisheriger Leiter des Priesterseminars des Vinzentiner-Ordens in Lima, intensiver kennen zu lernen. Für die Fortführung der Arbeit des Peru-Kreises sei es von außerordentlicher Bedeutung, dass auch Padre Chuno, wie zuvor Padre Mario, Vinzentiner sei und nicht dem Opus Die nahestehe.
Dann leitete Susi Jacobs über zum zweiten Teil der Geburtstagsüberraschung für Pfarrer Wolf-Dieter Geißler: Ein zu diesem Zweck zusammengestellter Chor bot ein stimmungsvolles Geburtstagslied, dessen Text auf den Peru-Sonntag zugeschnitten war.
Die Besucher des Peru-Sonntags 2012 spürten intensiv die Erfolgsgeschichte dieses Arbeitskreises und belohnten die Tatkraft und Zuversicht der Partnergemeinde mit beachtlicher Spendenfreude.
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Peru-Sonntag am 11. März 2012
Wir laden herzlich ein zu unserem Peru-Sonntag am 11. März 2012
10.00 Uhr Stadtkirche St. Peter und Paul , Familiengottesdienst mit der Pfarreiband "kreuzundkwer"
11.30 Uhr im Haus Alban Stolz Mittagsbuffet: "Unsere Partnergemeinde deckt uns den Tisch"
12.30 Uhr Unterhaltung mit dem Kindergarten St. Elisabeth
Wir präsentieren:
-Bilder und Information aus unserer Partnergemeinde auf unseren Plakatwänden
-Verkaufsstand mit Waren aus fairem Handel und Keramiken aus Peru
-ab 11.00 Uhr Spiel- und Malecke für Kinder
Wir freuen uns auf Sie!
25 Jahre Partnerschaft - Feier in Lima, Bilder von Mirna aus unserer Partnergemeinde
Die Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Freiburg und der Katholischen Kirche von Peru wurde vor 25 Jahren gegründet. Aus diesem Anlass fanden hier wie dort verschiedene Veranstaltungen statt. Die Perureise von Erzbischof Robert Zollitsch zusammen mit einer Delegation Anfang Dezember bildete den Höhepunkt dieser Feierlichkeiten.
Ca. 30 Personen unserer Partnergemeinde „Nuestra Señora de la Esperanza“ haben an diesem Treffen zusammen mit ebenso vielen Gästen aus weit entfernten Gegenden von Peru, die sie beherbergt hatten, teilgenommen. Auf den Bildern sind Mitglieder unserer Partnergemeinde zu sehen beim feierlichen Gottesdienst in der Kathedrale von Lima mit Erzbischof Zollitsch und Kardinal Cipriani und danach bei einer Messe und einem großen Treffen in der Pfarrgemeinde von Surcillo, der Heimatpfarrei von Padre Mario, an welchem unsere Partnergemeinde aktiv mitgewirkt hat.
Sie hatten dort einen Infostand zusammen mit anderen Gemeinden der Diözese Lurin und offensichtlich waren sie auch schon beim Abholen am Flughafen mit dabei. Mirna, die wir von ihrem Besuch bei uns in Bühl alle kennen, sowie Maria – die Verantwortliche für das Armenviertel wo wir die Hütten gebaut haben – sind auf den Fotos immer wieder zu sehen.
Herzlichen Dank an Mirna, die uns die Bilder von der Jubiläumsfeier in Lima überlassen hat.
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Brief von Luis, Modedesign-Student aus unserem Ausbildungsprojekt - Bilder vom Perukreis
Lieber Pfarrer Wolf-Dieter Geißler und Peru-Gruppe,zuerst möchte ich mich vorstellen: mein Name ist Luis, ich bin 30 Jahre alt. In der Pfarrei bin ich in der Firm-Katechese tätig. Ich arbeite als Maschinist in einer Fabrik, die Kleidung herstellt.Vor allem aber schreibe ich Ihnen, um Ihnen für Ihre Hilfe zu danken, die mir ein Studium ermöglicht. Ich bin so glücklich, dass ich Dank Ihnen mein Ziel erreichen kann, nämlich Modedesign zu studieren, ein Beruf, der mir unheimlich gut gefällt.Gerade vor einer Woche habe ich mein erstes Semester abgeschlossen. Gott sei Dank habe ich alle Kurse gut geschafft. Zum Abschluss des Semesters gab es eine Modeschau mit von uns entworfenen Modellen, inspiriert von den verschiedenen Vor-Inka-Kulturen. Mein Modell ist inspiriert von der Moche-Kultur, ich sende Ihnen ein Foto mit, hoffentlich gefällt es Ihnen.Ich verabschiede mich mit einer festen Umarmung und danke Ihnen für Ihre Hilfe bei meinem Studium.Gott möge Sie beschützen.HochachtungsvollLuis
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